Wortneuschöpfung

Gerade wird mit klar, dass wir idealerweise vor der Gesellschaftsgründung klar haben sollten, wie wir die MA oder Angestellten denn nun nennen. Beides, „MA“ und „Angestellter“ sind viel zu sehr überfrachtet mit Konnotationen, die im Widerspruch zu unsrem Ansatz stehen. Ich fände eine Wortneuschöpfung sinnvoll. So á la „Lernling“ statt „Lehrling“ bei dm.

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3 Antworten to “Wortneuschöpfung”

  1. gebhard Says:

    Wie wäre es ganz ohne Schöpfung und mit „Geschäftsführer“. Wir könnten die Gesellschaftsform dann als Sonderform der GmbH eine Geschäftsführer GmbH nennen … ?

    Gruß
    Gebhard

    • zeuch Says:

      nicht so überzeugend. Denn der GF ist ja auch überfrachtet mit Assoziationen, die in unserem Falle eben nicht mehr zutreffend sind.

      Außerdem führt ja nicht jeder zu jedem Zeitpunkt das Geschäft. Sondern das wird irgendwie rollieren. Mal der eine, mal die andere, bzw. der oder die anderen. In zentralen Fragen werden wohl immer alle führen durch Massenentscheidungen, trotzdem gefällt mir das alte Wort nicht.

      Das ist so ähnlich wie Tisch und Stuhlreihen in einem Seminarraum. Da werden tief verankerte Muster wieder wachgerufen. Viele fühlen sich wie in der Schule mit allen Konsequenzen. Deshalb macht ja ein Stuhlkreis soviel Sinn. Wir brauchen also gewissermaßen den sprachlichen Stuhlkreis.

      • gebhard Says:

        nicht so überzeugend. Denn der GF ist ja auch überfrachtet mit Assoziationen, die in unserem Falle eben nicht mehr zutreffend sind.

        Find ich gerade nicht. Eine Geschäftsführer Gesellschaft bedeutet eben das ALLE Geschäftsführer sind und, ehrlich gesagt, ich habe keine schlechten Assoziationen mit dem Wort und finde es sogar sehr zutreffend. Bei uns stehen eben alle immer in der Geschäftsführungsverantwortung – mit allen Konsequenzen. Der Spaß beginnt doch bei der Frage „… wirklich alle?!“

        Außerdem führt ja nicht jeder zu jedem Zeitpunkt das Geschäft. Sondern das wird irgendwie rollieren. Mal der eine, mal die andere, bzw. der oder die anderen. In zentralen Fragen werden wohl immer alle führen durch Massenentscheidungen, trotzdem gefällt mir das alte Wort nicht.

        Doch, dadurch dass alle immer nein zu allem sagen können führt, im betriebswirtschaftlichen und juristischen Sinne, immer jeder. Es gibt auch keine Mehrheitsentscheide – nicht mal in nicht zentralen Fragen wie etwa die Anzahl der Lagen des Klopapiers – es gibt nach innen nur einstimmige Entscheide! Ich finde gerade spannend, dass dadurch die ganze Festlegung von Führung in sich ad absurdum geführt wird. Erst wenn de facto alle Geschäftsführer sind braucht es andere soziale und kommunikative Wege, um zusammen zu arbeiten. Bis dahin gibt es immer den, der geschäftsführerischer ist als die anderen – so wie bei Pflüger. MIr gefällt das mit den Geschäftsführern immer besser. Es ist fest im Sprachschatz und in der Vorurteilswelt der Menschen verankert und dennoch ist eine Geschäftsführer Gesellschaft, in der es gar nichts anderes mehr gibt als Geschäftsführer der totale Bruch mit allem Althergebrachten. Chef ist da kein Schimpfwort mehr, es ist – fast schon belanglose – allgemeingültige Wirklichkeit.

        Hier auch noch der Verweis auf …
        Die Eigenschaften einer erfolgreichen visionären Botschaft:

        • Ein Element einer bereits heute gülitgen Wahrheit – Jede GmbH braucht mindesten einen Geschäftsführer
        • Ein Element einer vorgeschlagenen künftigen Wahrheit – alle sind Geschäftsführer, ohne Ausnahme = die Geschäftsführer Gesellschaft
        • Ballance zwischen aktuell Bestehendem und potentiell Möglichem, wenn das potentiell Mögliche faszinierend aber nicht utopisch ist – Die Gesellschaftsform ist die allseits bekannte GmbH, sie schlägt – anders als Genossenschaften oder Vereine, die eine Grund-Hierarchie vorschreiben – die Brücke zwischen der Demokratischen Unternehmensvision und dem heute Möglichen

        Das ist so ähnlich wie Tisch und Stuhlreihen in einem Seminarraum. Da werden tief verankerte Muster wieder wachgerufen. Viele fühlen sich wie in der Schule mit allen Konsequenzen. Deshalb macht ja ein Stuhlkreis soviel Sinn. Wir brauchen also gewissermaßen den sprachlichen Stuhlkreis.

        Genau das haben wir doch … alle sind Geschäftsführer – das verbannt alle Tischenden, alle Podeste und alle Überstimmungsgewalten aus dem Raum!

        Ich stehe weiterhin zum Geschäftsführer. Auch deshalb, weil eben alle bei uns die Geschäfte führen müssen, stiehlt sich jemand aus dieser Verantwortung, haben wir die Probleme vor denen wir allerorten gewarnt werden!

        Gruß
        Gebhard


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